IQNA: Der schwedische Fatwa-Rat erklärte in einer Stellungnahme: Die Muslime in Schweden sollen an den Parlamentswahlen teilnehmen. (Quelle: Al-Kompis)

In der Erklärung heißt es: Wählen ist nicht nur ein rechtliches und grundlegendes Recht, sondern auch eine Aktion für die der Wähler Verantwortung trägt. Der Rat forderte die Wähler dazu auf diejenigen zu wählen von denen sie glauben, dass sie die größte Fähigkeit besitzen Gerechtigkeit zu üben, die Interessen der Menschen zu wahren und Freiheiten zu schützen.
Die Erklärung warnte vor Nichtteilnahme an der Wahl und betonte, dass Nichtteilnahme keine Neutralität bedeute sondern indirekte Unterstützung jener Bewegungen gleichkommt, die eine Kultur des Hasses, Rassendiskriminierung und Einschränkung der Freiheiten religiöser Minderheiten verbreiten könnten.
Weiter heißt es in der Erklärung: Nichtteilnahme schwächt die Präsenz der Muslime in Schweden und drängt ihre Stimme in den Entscheidungszentren an den Rand.
Der Rat erklärte zudem, dass die Zukunft der Muslime in Schweden, einschließlich der Bewahrung ihrer Identität und ihrer Institutionen sowie der freien Ausübung ihrer religiösen Riten mit ihrer Beteiligung und Präsenz bei den Wahlen verknüpft ist.
Der Rat betrachtete Wahlen als ein demokratisches und ziviles Instrument für friedlichen Wandel und Teilhabe am öffentlichen Leben.
Der schwedische Fatwa-Rat betonte ferner, dass die Behauptung, dass Teilnahme an Wahlen verboten sei, weil die gewählten Organe von Menschen geschaffene Gesetze verabschieden die Realität der Wahlen in modernen demokratischen Ländern nicht widerspiegelt; Wahlen sind ein ziviles Instrument zur Verwaltung gesellschaftlicher Angelegenheiten und keine ideologische Frage.
Der Rat forderte Imame, Prediger, Religionsgelehrte und islamische Institutionen dazu auf durch Freitagspredigten und soziale Aktivitäten das Bewusstsein für die Bedeutung der Teilnahme an Wahlen zu fördern und gleichzeitig das Verbot der Werbung für jegliche Partei oder Kandidaten in Moscheen zu betonen, aus Respekt vor der Vielfalt der Meinungen und politischen Zugehörigkeiten unter den Gottesdienst leistenden.
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