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Libanesischer Analyst schrieb

Millionen-Begräbnis des Märtyrer-Oberhaupts; Erneuerung des Treuegelöbnisses zu den Idealen der Islamischen Republik

9:26 - July 20, 2026
Nachrichten-ID: 3015104
IQNA- Internationale Medien interpretierten die massive Präsenz der Menschen bei der Trauerfeier für das Märtyrer-Oberhaupt des Iran als Beweis für die Kraft der nationalen Identität und Fähigkeit der Gesellschaft sich angesichts von äußerem Druck mit ihrer Führung zu vereinen; etwas das aus sozial-politischer Sicht als Erneuerung des Treuegelöbnisses zu den Idealen des Systems der Islamischen Republik Iran gedeutet wird.

IQNA: der libanesische Analyst al-Hajj Hassan schrieb auf der Nachrichtenseite Al-Ahed:

Das Konzept des Märtyrertums wandelte sich im offiziellen Diskurs und einigen Interpretationen internationaler Medien von einem individuellen religiösen Wert zu einer kollektiven politischen Funktion.

 

Millionen-Begräbnis des Märtyrer-Oberhaupts; Erneuerung des Treuegelöbnisses zu den Idealen der Islamischen Republik

 

Zum Beispiel interpretierten russische Medien die massive Präsenz der Menschen bei der Trauerfeier für das Märtyrer-Oberhaupt des Iran als Beweis für die Kraft der nationalen Identität und Fähigkeit der Gesellschaft sich angesichts äußerem Druck mit ihrer Führung zu vereinen.

Unabhängig von den unterschiedlichen Bewertungen der Beweggründe hinter diesem Ereignis werden die Menschenmengen, die sich über Kilometer erstreckten, aus sozial-politischer Sicht als Quelle für Erneuerung der sozialen Legitimität des Systems gedeutet.

Die freiwillige Anwesenheit der Volksmassen im Moment des Abschieds vom weisen Märtyrer-Oberhaupts der Islamischen Revolution verleiht dem heiligen System der Islamischen Republik ein symbolisches Kapital dessen Schaffung unter normalen Umständen schwierig ist und verwandelt den Verlust eines Oberhaupts in eine Gelegenheit zur Erneuerung des Gesellschaftsvertrages zwischen Nation und Regierung.

 

Wissenschaftliche Unabhängigkeit und Stärkung der nationalen Macht

Der Slogan „Wir können es“ verwandelte sich im System der Islamischen Republik Iran in einen Weg der Ansammlung wissenschaftlicher Errungenschaften: Urananreicherung und Entwicklung des Kernbrennstoffkreislaufs im Inland, Start des Satelliten Sina-1, Entwicklung von Nanotechnologie und Supercomputern, neben Verteidigungsindustrien wie dem Kampfflugzeug Saeqeh;

Laut Referenzdokumenten sollten diese Errungenschaften über ihren unmittelbaren Nutzen hinausgehen und zu Instrumenten der Souveränität werden, das Monopol der Großmächte auf technologisches Wissen brechen und als Garantie gegen das Nachgeben gegenüber ausländischen Diktaten in die Gleichung der nationalen Sicherheit aufgenommen werden.

 

Priorisierung von Rechten und Bekämpfung von Ungerechtigkeit

Die Unterstützung für Palästina, Libanon, Syrien und Irak wird in der Literatur der Führung als dreidimensionale Notwendigkeit dargestellt: religiöse Pflicht, strategische Wahl und aktive Abschreckungspolitik um zu verhindern, dass der Konflikt auf den Boden Irans selbst überschlägt.

Diese Position wurde als Erweiterung der regionalen Widerstandsdoktrin verteidigt, die die nationale Sicherheit Irans mit Sicherheit seiner Nachbarn verbindet.

Aus der Perspektive der Politikanalyse rechtfertigt dies die Fortsetzung der Unterstützung trotz der hohen wirtschaftlichen und politischen Kosten.

 

Schule von Hussein (a.s.); Modell des Systems

Gemäß einer Aussage über nationale Werte wird das Märtyrertum des Oberhaupts als Fortsetzung des Hussein-Modells definiert: Ein Verlust der keine Hoffnungslosigkeit bringt, sondern Leben und Inspiration hervorruft.

Diese symbolische Anwendung verwandelte die Trauer von einem Ritus des Kummers in eine mobilisierende Kraft, denn die schiitische Kultur ruft in Momenten des Verlusts ein tiefes symbolisches Reservoir ab, das die Menschen nicht schwächt, sondern wiederbelebt.

Dies erklärt laut Medienberichterstattung den Übergang der Trauernden vom Schweigen zum Skandieren von Parolen innerhalb weniger Stunden.

 

Verfassung der trauernden, aber loyalen iranischen Nation

Der Guardian beschrieb einige Trauernde die Plakate trugen auf denen sie sich selbst als „die wahren Raketen des Iran“ bezeichneten ein Zeugnis für die Identifikation der Menschen mit der Widerstandsnarrative.

Diese Identifikation kann soziologisch als Ausdruck einer „Loyalität des Herzens“ interpretiert werden, eine Art emotionale Loyalität die der institutionellen Loyalität vorausgeht und diese stärkt.

Die Menge, die aus unterschiedlichen Hintergründen und Regionen zusammengekommen war – gemäß Berichten mehrerer westlicher Medien –, bildete unabhängig von ihrer statistischen Repräsentation der gesamten iranischen Gesellschaft eine Art symbolisches Kapital das die Kohäsion des Herrschaftssystems, insbesondere nach Krieg und internen Protesten, aufzeigte.

 

Von passiver Unterstützung bis hin zu dynamischem Engagement

Die Analyse der Szene der Millionen-Beisetzung offenbart den grundlegenden Unterschied zwischen dem stillen Unterstützer der lediglich auf Opposition verzichtet und einem aktiven Unterstützer der am Aufbau von Resilienz teilhat.

Wenn eine Krise durch einen Mediendiskurs gemanagt wird der Errungenschaften statt Verluste hervorhebt wirkt dies als Mobilisierungsinstrument und verwandelt die Öffentlichkeit von passiven Empfängern der Ereignisse in aktive Teilnehmer, die die Narrative selbst reproduzieren wie es an den Parolen und Bannern zu sehen ist, die von den Trauernden selbst bei der Abschiedszeremonie für den Märtyrer-Oberhaupt der Revolution gefertigt und getragen wurden und nicht nur von offiziellen Institutionen.

Hier überschneidet sich die Theorie der sozialen Mobilisierung mit der Theorie der sozialen Identität: Je stärker das kollektive Zugehörigkeitsgefühl ist, desto größer ist die Bereitschaft des Einzelnen aktiv teilzunehmen, anstatt nur Sympathie auszudrücken.

 

Krieg der Narrative und Management des Bewusstseins

Das Märtyrer-Oberhaupt der Revolution schenkte dem was als „Krieg der Narrative“ beschrieben wurde besondere Aufmerksamkeit indem er Verbreitung von Hoffnung förderte und einem Diskurs entgegenwirkte der sich ausschließlich auf Schwachpunkte konzentrierte.

Dies zeigte sich in dem scharfen Kontrast zwischen westlicher Erzählung, die die Dimension der Verhandlungen und des Machtgleichgewichts betonte und einer Erzählung die auf Fakten vor Ort basierte – wie der Größe der Kräfte und Umfang der internationalen Medienberichterstattung –, um ein anderes Bild von der Lage innerhalb des Iran nach dem Krieg zu vermitteln.

Die westliche Erzählung wie sie von Analysten von US-Zeitungen und Zeitschriften dargelegt wurde konzentrierte sich auf den politischen Einfluss der massiven Präsenz der Menschen bei Stärkung der Verhandlungsposition des Iran und auf die herrschende Unsicherheit trotz Machtdemonstration.

Im Gegensatz dazu betonte die chinesische Erzählung den symbolischen und protokollbasierten Charakter der Trauerfeier für das Märtyrer-Oberhaupt als Botschaft an Verbündete und Feinde während die russische Erzählung die massive Teilnahme der Bevölkerung als Widerlegung der US-israelischen Wette auf Zusammenbruch des Iran von innen heraus betrachtete.

Diese Konvergenz zeigt, dass alle drei Erzählungen, trotz ihrer unterschiedlichen Perspektiven übereinstimmen, dass die Abschiedszeremonie für den verehrten Märtyrer über ihre individuelle Natur hinausging und zu einem politischen und strategischen Indikator wurde, während die populäre und bodenständige Erzählung stärker mit Fragen von Identität und Kontinuität verknüpft ist als mit Berechnungen des Machtgleichgewichts.

 

Fazit

Eine genaue Analyse des herrschenden Systems zeigt, dass dieses System nicht bloß eine politische Verwaltung im Sinne einer begrenzten Institution war, sondern allmählich zu einem Teil der kollektiven Identität des Staates wurde. Laut den meisten Medienberichten spielte der Moment des Umbruchs bei der Umwandlung dessen was eine Schwachstelle hätte sein können in einen Abschnitt zur Wiederherstellung der Legitimität des Systems der Islamischen Republik Iran eine Rolle und zwar zu einer Zeit in der ausländische Wetten auf Schwächung der internen Lage des Iran in der Praxis nicht zu entscheidenden Ergebnissen führten.

 

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