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Schwedischer Autor:

Politiker nutzen anti-islamische Rhetorik zum Stimmengewinn

9:43 - July 20, 2026
Nachrichten-ID: 3015106
IQNA- Ein schwedischer Autor erklärte in einem Artikel, dass Aussagen einiger Politiker in Schweden gegen Muslime und den Islam im Rahmen ihrer Bemühungen erfolgen Wählerstimmen zu gewinnen.

IQNA: Der Professor für Islamstudien Jonas Otterbeck ist der Ansicht, dass einige Politiker in Schweden statt Recht der Muslime auf Ausübung ihrer religiösen Praktiken zu verteidigen durch Schürung von Angst vor dem Islam auf Stimmenfang gehen. (Quelle: Al-Kompis)

 

Politiker nutzen anti-islamische Rhetorik zum Stimmengewinn

 

Otterbeck schrieb in einem Artikel in der Zeitung Dagens Nyheter unter Hinweis auf einen Angriff auf Muslime im britischen Edinburgh am 19. Juni, dass der Täter seine Handlungen mit dem angeblichen Ziel verteidigt habe das Land zu schützen.

Otterbeck ist der Ansicht, dass die Rhetorik gegen den Islam wie sie von einigen populistisch-nationalistischen Politikern in Großbritannien zu hören ist die Vorstellung verstärkt, dass Angriffe auf Muslime eine Verteidigung der Gesellschaft und keine Bedrohung für sie seien.

Unter Bezugnahme auf das 1950 veröffentlichte Buch „The Authoritarian Personality“, in dem die Anfälligkeit bestimmter Menschen für feindliche Propaganda behandelt wurde wies er darauf hin, dass Gefahren feindlicher Propaganda gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen seit Jahrzehnten bekannt sind.

Der Autor nannte Frankreich als Beispiel für das Zusammenwirken von populistischer, nationalistischer und anti-islamischer Rhetorik mit der Debatte über den Säkularismus. Diese Debatte beschränkt sich nicht mehr auf Trennung von Staat und Religion, sondern dreht sich darum Muslime dazu zu zwingen säkulare Standards in Bezug auf Kleidung und religiöse Symbole selbst im Privatleben einzuhalten.

Er fügte hinzu, Schweden har seit Langem eine Politik die Multikulturalismus und religiösen Pluralismus anerkennt mit anderen vom französischen Modell inspirierten Ansätzen kombiniert ohne jedoch einen klaren Mittelweg zu finden! Der derzeitige politische Diskurs bewegt sich zunehmend in Richtung des französischen Modells.

Otterbeck sagte, der Staat unterstützte religiöse Gemeinschaften früher finanziell sofern sie die Verwaltungsvorschriften einhielten während man sie heute seiner Meinung nach ideologisch auf die politischen Prinzipien des Staates ausrichten will, selbst in Fragen ihres Glaubens.

Mit Kritik an der Schwedendemokraten-Partei (SD) sagte er: Diese Partei führt wie gewohnt einen Teil ihres Wahlkampfs gegen den Islam und Muslime. Ebenso teilt die Christdemokratische Partei (KD) Muslime in gute und schlechte ein.

Otterbeck erklärte, dass Moscheen in Schweden im Vergleich zu den Nachbarländern häufiger in Brand gesetzt oder beschädigt werden, während viele Politiker es vorziehen statt das Recht der Muslime auf die Ausübung ihrer religiösen Praktiken zu verteidigen über die Unzulänglichkeit des Begriffs „Islamophobie“ zu diskutieren.

Der Autor schloss seinen Artikel mit dem Satz, dass für diese Politiker offenbar am wichtigsten ist durch Schüren von Angst vor dem Islam Stimmen gewinnen zu können, obwohl sie sich der Gefahren einer derart scharfen politischen Rhetorik bewusst sind.

 

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Stichworte: Schweden ، islam ، muslime ، Propaganda ، Islamophobie
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