IQNA: Am Freitag, den 31. Juli 2026, war der zweite Jahrestag des Märtyrertods des ehemaligen Leiters des Politbüros der Islamischen Widerstandsbewegung Hamas Ismail Haniyeh Abu al-Abd. Es handelt sich um das Staatsoberhaupt Palästinas, der vor zwei Jahren in seiner Unterkunft in Teheran Ziel eines Attentats des zionistischen Regimes wurde und den Märtyrertod erlitt. (Quelle: Islamische Zentrum Palästinas)
Die Islamische Widerstandsbewegung Hamas bezeichnete den Märtyrer Haniyeh in einer Erklärung anlässlich dieses Jahrestags als großen nationalen Staatsoberhaupts und Märtyrer der islamischen Gemeinschaft und betonte, dass er bis zum letzten Augenblick an seinen Prinzipien festhielt und an der Seite des Volkes Palästinas auf dem Feld der Konfrontation präsent war.

Ismail Haniyeh wurde 1962 in einer Flüchtlingsfamilie im al-Schati-Flüchtlingslager westlich der Stadt Gaza in Palästina geboren. Seine Familie war nach der Besetzung des Dorfes al-Dschura in der Region Aschkelon im Jahr 1948 nach Gaza geflohen. Haniyeh schloss sich bereits in seiner Jugend studentischen und islamischen Aktivitäten an und trat gleichzeitig mit der Gründung der Hamas im Jahr 1987 den Reihen dieser Bewegung bei.
Er wurde mehrmals vom zionistischen Regime verhaftet und 1992 zusammen mit Hunderten Mitgliedern der Hamas und des Islamischen Dschihad in die Region Marj al-Zuhur im Südlibanon deportiert. Nach der Freilassung des des Gründers der Hamas Märtyrers Scheich Ahmad Yasin wurde Haniyeh zu einem seiner engsten Begleiter und Leiter seines Büros.
Nach dem Sieg der Hamas bei den Wahlen zum Legislativrat Palästinas im Jahr 2006 wurde Haniyeh mit der Bildung einer Regierung beauftragt und übernahm den Vorsitz der Regierung Palästinas. Im Mai 2017 wurde er zum Leiter des Politbüros der Hamas gewählt und blieb 2021 für eine zweite Amtszeit in dieser Funktion. Neben der Leitung der politischen und regionalen Beziehungen der Hamas betonte Haniyeh stets die Einheit der Gruppen Palästinas und Beendigung der inneren Streitigkeiten.
Das Familienleben Haniyehs war mit hohen Kosten des Widerstands verbunden. Im Verlauf des Gaza-Krieges wurden mehrere Mitglieder seiner Familie Ziel von Angriffen des zionistischen Regimes. Im November 2023 erlitt einer seiner Enkel und einige Tage später ein weiterer Enkel den Märtyrertod. Am 10. April 2024 wurden zudem seine drei Söhne – Hazem, Amir und Mohammed – zusammen mit einigen ihrer Kinder bei einem Luftangriff des zionistischen Regimes auf ihr Fahrzeug im al-Schati-Flüchtlingslager getötet.
Nach diesem Ereignis betonte Haniyeh: Das Blut meiner Kinder ist nicht wertvoller als das Blut der anderen Kinder und Familien Palästinas und fügte hinzu, dass Attentate die Hamas nicht zum Rückzug von ihren Positionen zwingen würden.
Das Attentat auf Haniyeh in Teheran löste weitreichende palästinensische, arabische und internationale Reaktionen aus und wurde von Gruppen Palästinas als Schritt zur Ausweitung des Krieges und Unterminierung der Waffenstillstandsverhandlungen bezeichnet. Sein Leichnam wurde zunächst bei einer offiziellen Zeremonie und unter großer Beteiligung der Bevölkerung in Teheran aufgebahrt und anschließend in die Hauptstadt Katars Doha überführt. Dort wurde er nach dem Totengebet auf dem Friedhof von Lusail beigesetzt.
Zwei Jahre nach dem Märtyrertod Haniyehs setzte die Hamas mit der Wahl von Khalil al-Hayya zum Leiter des Politbüros den Prozess der Übertragung ihrer Führung fort. Diese Entwicklung gilt als Zeichen für Fortdauer ihrer schura-basierten Struktur und Fähigkeit der Hamas Attentate auf ihre Führungsspitze zu überwinden.
Die Gruppen Palästinas betonten anlässlich des Jahrestags des Märtyrertods Haniyehs erneut ihre Treue zu seinem Weg und Fortsetzung des Kampfes für Befreiung Palästinas. Sie sind der Ansicht, dass nationale Einheit und Widerstand der kürzeste Weg zur Verwirklichung des Anliegens Palästinas sind.
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