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0:32 - October 30, 2018
Nachrichten-ID: 3000319
Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten ist ein Bauwerk im Garten des Schwetzinger Schlosses.

Die Moschee zählt zu den faszinierendsten Bauten im Schlossgarten von Schwetzingen. Kurfürst Carl Theodor folgte damit nicht nur einem Modetrend seiner Zeit, sondern zeigte sich als weltoffener, toleranter Herrscher.

Nicolas de Pigage errichtete die Moschee mit ihrem Zentralbau, den beiden Minaretten und Gebetsgängen zwischen 1779 und 1795. Als Vorbild für diese außergewöhnliche Gartenarchitektur dienten neben der Gartenmoschee von William Chambers in Kew Gardens in London vor allem Entwürfe von Johann Fischer von Erlach. Faszinierend ist die Kombination abendländischer und orientalischer Architektursprache. So finden sich barocke Kuppel, spitzbogige Fenster und Rundbogenarkaden neben Minaretten, Pavillons und Halbmonden.

Der Innenraum der Moschee besteht aus einem runden Zentralraum, der von Säulen und Nischen gegliedert ist. Nischen und Architekturelemente sind farbig gefasst. Inschriften in arabischer und deutscher Sprache verweisen auf Tugenden wie Weisheit, Fleiß und Verschwiegenheit. Alle arabischen Texte haben Fehler in der Punktierung der Konsonanten und der Vokalisierung – ein Fehler des deutschen Steinmetzes, der 1794 die Inschriften übertrug. Beeindruckend ist ein Blick in die hohe Kuppel.

Ein Spaziergang durch die Gebetsgänge mit ihrem bezaubernden Licht-Schatten-Spiel zählt zu den Höhepunkten eines Besuchs im Schlossgarten. Holzgitterwerk bietet Ausblicke in den Innenhof und in den umliegenden Türkischen Garten. Pavillons mit mächtigen Kuppeldächern und vergoldeten Halbmonden betonen die Mitten der Längsseiten und die Ecken der Gänge. Ihre Wände sind mit arabischen und deutschen Sinnsprüchen verziert.

Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten ist ein Bauwerk im Garten des Schwetzinger Schlosses.

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