IQNA

10:17 - August 13, 2026
Nachrichten-ID: 3015250

Besorgnis der Muslime in England angesichts der Angriffe rechtsextremer Gruppen

IQNA- Nach Angriff rechtsextremer Gruppen auf islamische Einrichtungen wächst Sorge unter den Muslimen in England.

IQNA: Der Angriff von Mitgliedern der rechtsextremen Gruppe „Britain First“ auf den Sitz des Scharia-Rates in Leyton in Ost-London, sowie auf ein Halal-Schlachthaus in Romford löste Besorgnis der muslimischen Gemeinschaft in England aus. Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Forderungen nach wirksameren Maßnahmen zur Bekämpfung der wachsenden islamfeindlichen Rhetorik. (Quelle: Akhbar al-Shia)

 

Besorgnis der Muslime in England angesichts der Angriffe rechtsextremer Gruppen

 

Nach Angaben der Verantwortlichen der betroffenen Einrichtungen griffen vier Mitglieder dieser extremistischen Gruppe am 30. Juli den Sitz des Scharia-Rates an, fotografierten den Ort und wiederholten Behauptungen über Existenz eines „parallelen Rechtssystems“ in England. Die Leitung des Rates betonte, dass seine Rolle auf Beratung und Mediation in bestimmten zivilrechtlichen Angelegenheiten im Zusammenhang mit Familie, Scheidung und Erbe im Rahmen des englischen Rechts beschränkt ist.

Am selben Tag drangen Mitglieder dieser Gruppe in ein Halal-Schlachthaus in Romford ein, kritisierten die Halal-Schlachtmethoden und äußerten sich in einer Weise, die muslimische Beamte als Teil einer provokativen Kampagne gegen Muslime und ihre religiösen Einrichtungen werteten.

Diese beiden Vorfälle lösten breite Reaktionen von islamischen Institutionen aus. Vertreter des Muslim Council of Britain erklärten: Kampagnen abzielend auf islamische Scharia-Räte basieren auf Falschinformationen. Diese Einrichtungen haben keine offizielle richterliche Befugnis, sondern bieten Beratungs- und zivile Dienste für muslimische Gemeinschaften an.

Aktivisten und Vertreter der muslimischen Gemeinschaft warnten, dass diese Vorfälle Teil eines breiteren Trends zunehmender Islamfeindlichkeit und Hassrede gegen Muslime und Einwanderer in England sind. Sie forderten die englische Regierung auf Schutzmaßnahmen für islamische Einrichtungen zu verstärken und Sicherheitsunterstützungsprogramme für Moscheen und Gemeindezentren zu beschleunigen.

Offizielle Daten des britischen Innenministeriums zeigen, dass ein erheblicher Teil der im letzten Jahr registrierten religiös motivierten Hassverbrechen gegen Muslime gerichtet war. Dies veranlasste Parlamentsabgeordnete und Menschenrechtsorganisationen Verbesserung der Mechanismen zur Überwachung von Hassverbrechen sowie stärkere Verbindung zwischen der Regierung und islamischen muslimischen Gemeinschaften vertretende Einrichtungen zu fordern.

Beobachter betonen, dass die Fortsetzung dieser Vorfälle die Herausforderungen hervorhebt denen religiöse Minderheiten in England gegenüberstehen und Forderungen nach ernsteren Maßnahmen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hassrede sowie Gewährleistung des Schutzes der religiösen Rechte und Freiheiten aller Bürger verstärkt.

 

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