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Tod des muslimischen Astronauten, der den Koran ins All brachte

11:21 - June 27, 2026
Nachrichten-ID: 3014974
IQNA- Abdul Ahad Momand ist der erste afghanische Muslim, der eine Ausgabe des Korans ins All brachte. Er ist nach einem Kampf gegen den Krebs in Deutschland verstorben.

IQNA: Momand erlangte einen besonderen historischen Status, indem er bei seiner Mission im Jahr 1988 zur sowjetischen Raumstation Mir eine Ausgabe des Korans mitnahm. Er rezitierte im All Verse aus dem Koran. Eine Geste die zu jener Zeit große Aufmerksamkeit auf sich zog. (Quelle: Al-Tawasul)

Während derselben Mission führte er von der Raumstation aus ein Telefonat mit seiner Mutter und machte Paschtu zur vierten Sprache, die im Weltraum gesprochen wurde. Abdul Ahad war 29 Jahre alt als er an dieser historischen Mission teilnahm.

Der ehemalige Präsident Afghanistans Aschraf Ghani drückte sein Bedauern über das Ableben von Momand aus, würdigte seine Bemühungen und betonte, dass er ein Vertreter Afghanistans in der Welt war und dessen Flagge sowie nationale Botschaft ins All brachte.

 

Tod des muslimischen Astronauten, der den Koran ins All brachte

 

Wer war Abdul Ahad Momand?

Abdul Ahad Momand wurde 1959 im Dorf Sardi in der Provinz Ghazni geboren. Er absolvierte seine Grundschulbildung in seiner Heimatstadt und zog dann für seine weitere Ausbildung nach in die Hauptstadt Afghanistans Kabul.

Nachdem er sich am Polytechnischen Institut in der Hauptstadt eingeschrieben hatte, reiste er in die ehemalige Sowjetunion, wo er eine spezialisierte Luftfahrtausbildung absolvierte.

Nach seiner Rückkehr nach Afghanistan diente er zwischen 1981 und 1984 als Pilot bei der Luftwaffe auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram. Anschließend setzte er seine höhere Ausbildung am Institut für Luftfahrtingenieure in Kiew fort. In dieser Zeit bestand er als Mitglied einer Gruppe afghanischer Piloten erfolgreich die Eignungstests für Weltraumflüge.

Am 29. August 1988 flog er zur Raumstation Mir und kehrte am 7. September desselben Jahres zur Erde zurück. Obwohl die Mission auf acht Tage ausgelegt war wurde sie aufgrund eines erfolgreich behobenen technischen Defekts um einen weiteren Tag verlängert.

 

Auswanderung nach Deutschland

Nach seiner Rückkehr aus dem All setzte Momand seine wissenschaftliche und berufliche Tätigkeit fort; er studierte in Moskau, arbeitete an der Akademie der Wissenschaften Afghanistans und diente als stellvertretender Minister für Luftfahrt und Tourismus für technische Angelegenheiten.

Nach Beginn des Bürgerkriegs in Afghanistan im Jahr 1992 verließ dieser Astronaut das Land zusammen mit seiner Familie in Richtung Deutschland und ließ sich in Stuttgart nieder. Dort arbeitete er neben seinen Tätigkeiten in der Privatwirtschaft am Zentrum für Weltraumforschung der Universität Stuttgart.

Momand lebte seitdem mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Deutschland und hinterließ ein wissenschaftliches und historisches Erbe, das ihn zu einer der herausragendsten afghanischen Persönlichkeiten im Bereich der Weltraumforschung machte.

 

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