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Zunahme von Islamfeindlichkeit im US-Bundesstaat Texas

16:24 - July 02, 2026
Nachrichten-ID: 3015003
IQNA- In Texas lebende Muslime sagen, dass hasserfüllte Äußerungen von Politikern gegen Muslime zunahmen und dazu führten, dass sich Islamfeindlichkeit auf die gesamte Gesellschaft ausbreitet.

IQNA: Muslime aus Texas sagen, dass hasserfüllte Äußerungen von verantwortlichen Amtsträgern gewöhnliche Bürger dazu ermutigen sie zu belästigen und einzuschüchtern. Ihrer Aussage nach weitete sich der antimuslimische Hass von politischen Auseinandersetzungen auf Schulen, Parks, Geschäfte und Universitäten aus. (Quelle: Guardian)

Nach der zweiten Runde der republikanischen Vorwahlen bei der Islamfeindlichkeit im Mittelpunkt stand breitet sich der antimuslimische Hass weiterhin im öffentlichen Leben in Texas aus.

In einem Fall beteten Studierende der Universität Houston als sich ein Mann ihnen näherte und einen Koran verbrannte. In anderen Fällen wurden Menschen wegen des Tragens traditioneller Kleidung verbal angegriffen.

Die Bewohnerin von Dallas und Mitglied des Rates des Islamic Center of North America für soziale Gerechtigkeit Naila Syed sagte: Islamfeindlichkeit verbreitet sich eindeutig von oben nach unten.

Syed sagt, dass ihre beiden kleinen Töchter in der Schule mit antimuslimischen Vorfällen konfrontiert wurden. Eine ihrer Mitschülerinnen fragte sie, ob sie wüssten, dass Anhänger des Islam Frauen schlecht behandeln.

Mehrere andere Muslime sagten, dass dieser Hass dazu führte, dass sie ihr Haus nicht mehr allein verlassen. Einige andere baten darum unter einem Pseudonym genannt zu werden, da sie zuvor online bedroht und belästigt worden waren. Kürzlich wurde muslimischen Teilnehmern am offiziellen Parteitag der Republikanischen Partei von Texas – darunter auch einige Delegierte – gesagt, sie sollten zum Christentum übertreten oder das Land verlassen. Etwa zur gleichen Zeit wurde eine Frau dabei gefilmt wie sie in einem Lebensmittelgeschäft zwei muslimische Frauen verbal beleidigte.

Diese Frau sagte: Der Islam ist eine terroristische Organisation, keine Religion. Dies ist kein muslimisches Land; dies ist ein christliches Land.

Eine Spendenkampagne für die Frau die diese Aussagen machte, hatte zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Textes fast 145.000 Dollar gesammelt und Unterstützung der republikanischen Kongressabgeordneten Nancy Mace erhalten. Mace und andere Gesetzgeber, darunter Brandon Gill, ebenfalls Republikaner, stellten Europa wiederholt als warnendes Beispiel dafür dar was geschieht wenn Menschen aus Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit die Einwanderung erlaubt wird.

Gill, der den 26. Wahlkreis von Texas vertritt, brachte ein Gesetz ein das die Einwanderung in die USA aus Ländern wie Somalia verbieten oder stoppen soll. Die Betreffzeile einer kürzlichen E‑Mail von Gill an seine Wähler lautete: Stoppt die islamische Einwanderung jetzt, sonst werden unsere Kinder den Preis dafür zahlen.

Gill schrieb: Ich sah den Wandel dieser Gesellschaften in Echtzeit. Ich weiß wie der Verlauf ist und wenn wir nichts unternehmen wird es kein gutes Ende nehmen.

In einem Interview mit Fox News bekräftigte er diese Aussagen und sagte über die Einwanderung aus mehrheitlich muslimischen Ländern: Wenn wir das jetzt nicht stoppen, werden meine Töchter und Töchter im ganzen Land mit Burka in öffentliche Schulen gehen.

Ähnliche scharfe Äußerungen wurden zu einem Teil der offiziellen Plattform der Republikanischen Partei von Texas. Auf dem Parteitag im Juni war eine der legislativen Prioritäten „Lasst Texas nicht der Scharia folgen“, was faktisch eine Kriminalisierung des Scharia‑Rechts forderte. Experten wiesen wiederholt darauf hin, dass keine Person oder Institution versuchte in Texas die Scharia einzuführen.

Einer der muslimischen Teilnehmer des Parteitags, den der Guardian Omar nennt, hatte zuvor mit der Presse darüber gesprochen wie er und andere während seiner Teilnahme behandelt wurden. Er bat um ein Pseudonym, da er seitdem online von Fremden angegriffen wurde.

Omar sagte wiederholt, dass er wegen dieses Vorfalls keinen Groll gegen alle Mitglieder der Republikanischen Partei von Texas hegt und wies darauf hin, dass mehrere Personen ihn unterstützten als er wegen seiner Religion kritisiert wurde. Dennoch zeigte er sich sehr besorgt über das was er auf dem Parteitag hörte wo Muslime wiederholt als Terroristen bezeichnet wurden und ihnen gesagt wurde sie sollten das Land verlassen.

Omar sagte: Wir kümmern uns um die Dinge die jedem Amerikaner wichtig sind. Wir sind Familienmenschen, wir sind Väter, wir sind Ehemänner, wir sind Angestellte, wir sind Arbeitgeber.

Er fügte hinzu: Das ist nicht die Amerika an das ich glaube, aber ich werde diesen Ort nicht verlassen. Ich gehe nirgendwohin.“

 

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