IQNA: Der stellvertretende Vorsitzende des Obersten Islamischen Schiitischen Rates des Libanon Scheich Ali al‑Khatib sagte, dass das in Washington unterzeichnete „Rahmenabkommen“ ein demütigendes Abkommen und Ergebnis der Kapitulation der libanesischen Regierung vor Forderungen des zionistischen Regimes ist und fügte hinzu: Dieses Abkommen ist darauf ausgerichtet die Ziele Tel Avivs zur Vertiefung innerer Spannungen und Schwächung der Stabilität des Libanon zu verwirklichen. (Quelle: Al‑Manar)
Er erklärte in Reaktion auf dieses Abkommen: Genau das ist eingetreten wovor wir immer gewarnt hatten! Die libanesische Regierung beugte sich den Diktaten der USA die nichts außer den Interessen des zionistischen Regimes sehen. Der beste Beweis dafür ist die Begrüßung dieses Abkommens durch Benjamin Netanjahu und seine Beschreibung als großen Erfolg für das zionistische Regime, während libanesische Verantwortliche mit leeren Versprechungen – insbesondere gegenüber den Menschen im Süden des Libanon – falsche Hoffnungen wecken, als hätten sie die Geschichte der Verletzungen von Verpflichtungen und Abkommen durch das zionistische Regime vergessen.
Scheich al‑Khatib kritisierte auch, dass der vollständige Abzug der Kräfte des zionistischen Regimes aus dem libanesischen Gebiet an die Entwaffnung des Widerstands geknüpft wird und betonte: Diese Bedingung ist nicht nur keine Lösung für die Krise, sondern macht sie sogar komplizierter! Denn die Beseitigung des Widerstands unter Bedingungen in denen die Besatzung weiterhin besteht ist nicht logisch und in der Geschichte gibt es dafür auch kein Beispiel! Unter solchen Umständen – wie kann man von Verwirklichung der Souveränität des Libanon sprechen?
Er fügte unter Hinweis auf frühere Erfahrungen des Libanon hinzu: Es scheint, dass die Verantwortlichen des Libanon aus den Erfahrungen von Abkommen ohne nationalen Konsens unterzeichnet wurden nichts lernten. An erster Stelle steht das Abkommen vom 17. Mai, das das Land in bittere Bürgerkriege führte und schließlich aufgehoben wurde. Unserer Ansicht nach wird sich auch das Schicksal dieses neuen Abkommens nicht vom Abkommen vom 17. Mai unterscheiden! Ein Abkommen das damals vom Abzug der israelischen Kräfte sprach, während dieser Abzug heute an Bedingungen geknüpft ist die vom zionistischen Regime nicht erfüllt wurden.
Der stellvertretende Vorsitzende des Obersten Islamischen Schiitischen Rates des Libanon betonte abschließend: Dieses Abkommen ist ein demütigendes Abkommen im Dienst des zionistischen Feindes das infolge des Drucks und Diktate der USA die Interessen des Libanon und Sicherheit seiner Bevölkerung opferte – auch wenn versucht wird es unter Berufung auf das Taif‑Abkommen oder Resolution 1701 des Sicherheitsrates zu rechtfertigen.
Er warnte, dass die wichtigste Folge dieses Abkommens Vertiefung der politischen und gesellschaftlichen Spaltungen im Libanon sein wird – und das zu einer Zeit in der dieses Land mehr denn je innere Einheit benötigt, um den bevorstehenden Herausforderungen zu begegnen.
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