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Letzter Abschied; Mashhad al-Rida (a.s.) in Trauer um Märtyrer-Oberhaupt

18:44 - July 14, 2026
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Teheran (IQNA)- Mashhad hatte am Donnerstag einen anderen Charakter. Seit den frühen Morgenstunden sind die Straßen die zum heiligen Schrein von Imam Rida (a.s.) führen Gastgeber für große Mengen von Pilgern, Gläubigen und Menschen die zusammen kamen, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Schwarze Flaggen, öffentliche Gedenkstätten (Maukabs), Anwesenheit von Helfern und stetiger Zuwachs an Menschenmengen verwandelten den Bereich um den Razavi-Schrein in das Zentrum einer der größten Versammlungen dieser Tage.

Mashhad nahm seit den frühen Morgenstunden (Donnerstag) eine veränderte Atmosphäre an. Die zum heiligen Schrein von Imam Rida (a.s.) führenden Straßen füllen sich allmählich mit Menschen, die zusammen kamen um an der Beisetzung des Märtyrer-Oberhaupts teilzunehmen. Von der Beit al-Maqdis Platz bis zur Imam-Rida-Straße prägen schwarze Flaggen, Klang des Korans und Singen von Klageliedern die Atmosphäre der Stadt und die Erwartung auf den Beginn der Zeremonie ist in den Gesichtern der Anwesenden deutlich zu erkennen.

 

Letzter Abschied; Mashhad al-Rida (a.s.) in Trauer um Märtyrer-Oberhaupt

 

Die Umgebung des Razavi-Schreins war seit den frühen Morgenstunden Zeuge eines allmählichen Anstiegs der Menschenmenge. Pilger, Gläubige und Personen aus verschiedenen Städten reisten nach Mashhad, ließen sich an den festgelegten Routen nieder. Einige sind in stiller Andacht mit Rezitieren des Korans beschäftigt, andere beten und eine Gruppe wartet mit Flaggen und Plakaten in den Händen auf den Beginn der Trauerfeier für das Märtyrer-Oberhaupt.

Dienstleistungs-, Rettungs- und Sicherheitskräfte sind an verschiedenen Punkten positioniert um die Menge zu leiten und die notwendigen Bedingungen für eine geordnete Durchführung der Zeremonie zu schaffen. Rettungsfahrzeuge, Wasserverteilungsstationen, Versorgungsstationen sowie öffentliche Gedenkstätten (Maukabs) entlang der Wege zum Schrein sind im Einsatz und bieten den Anwesenden Unterstützung an.

In den Höfen des heiligen Razavi-Schreins ist die spirituelle Atmosphäre deutlicher denn je spürbar. Pilger kehren nach dem Besuch des Schreins und dem Gebet erneut auf die umliegenden Straßen zurück um an der Zeremonie teilzunehmen. Der Klang der Koranrezitation hallt über die Lautsprecher in den Bereichen des Schreins und umliegenden Straßen wider und gelegentlich durchbrechen Salawat-Gebete und Klagelieder die Stille der Menge.

Auch die Kaufleute rund um den Schrein brachten entsprechend der Atmosphäre dieses Tages schwarze Stoffe und Beileidsbekundungen an ihren Ladeneingängen an. Der Verkehr in den umliegenden Märkten geht weiter, aber die allgemeine Stimmung der Region wird vor allem durch die bevorstehende Zeremonie geprägt. Viele Ladenbesitzer sagen, dass sie seit den frühen Morgenstunden eine große Präsenz von Menschen beobachten und erwarten, dass die Zahl der Anwesenden mit dem herannahenden Beginn der Zeremonie weiter zunehmen wird.

Inmitten der Menge sind Gesichter verschiedener Generationen zu sehen; ältere Menschen die sich mühsam zum Ort herbei kämpften, Familien die mit ihren Kindern anwesend sind und junge Menschen die sich seit den frühen Morgenstunden an den festgelegten Routen positionierten. Die Gespräche drehen sich hauptsächlich um Erinnerungen, Gebete und Warten auf den Beginn der Zeremonie sowie die öffentliche Atmosphäre eine Mischung aus Trauer, Stille und Mitgefühl ist.

Mit dem Herannahen des Beginns der Zeremonie ändert sich auch der Rhythmus der Stadt. Die Welle der Menge fließt allmählich auf den Weg zum Schrein zu und mit jedem Moment steigt die Zahl der Anwesenden. Schwarze Flaggen bewegen sich im Wind, die Helfer treffen die letzten Vorbereitungen und die Blicke sind auf den Pfad gerichtet der in wenigen Augenblicken das Oberhaupt beherbergen wird. Mashhad gleicht in dieser Stunde weniger einer Stadt als vielmehr einer einzigen Bühne der Verbundenheit und Wartens; eine Stadt im Schatten des goldenen Kuppels von Imam Rida (a.s.) bereitet sich auf einen historischen Moment vor.

Mit dem offiziellen Beginn der Zeremonie setzte sich die Bewegung der Menge vom Busbahnhof von Mashhad in Richtung des heiligen Schreins von Imam Rida (a.s.) in Gang. Eine Flut von Trauernden bewegte sich inmitten erhobener Flaggen und Klageliedern ruhig und geordnet auf dem festgelegten Weg vorwärts. Je weiter der Trauerzug vorrückte, desto mehr Menschen schlossen sich von den umliegenden Straßen der Menge an und verwandelten den Prozessionsweg in einen Fluss trauernder Menschen.

Während des gesamten Weges leisteten Helfer sowie Rettungs- und Dienstkräfte neben den öffentlichen Gedenkstätten (Maukabs) ununterbrochen Dienst für die Anwesenden. Wasserflaschen wurden in der Menge herumgereicht und der Klang von Trauergesängen (Noheh) aus den entlang des Weges installierten Lautsprechern begleitete die Atmosphäre der Zeremonie. Viele Menschen begleiteten den Trauerzug mit Blumenzweigen und Trauerflaggen in den Händen, entweder in Stille oder Flüstern von Klageliedern.

Als sich die Menge dem Bereich des Razavi-Schreins näherte wurde es dichter und die Bewegung verlangsamte sich. Dächer, Gehwege und Straßenränder waren voller zum Abschied gekommenen Menschen. Die goldene Kuppel des Schreins entlang des Weges war Ziel der Blicke tausender Trauernder, die Schritt für Schritt den Höfen der himmlischen Stätte von Imam Rida (a.s.) näher kamen; eine Szene, die die Pracht der Anwesenheit der Menschen und Größe dieser Zeremonie noch deutlicher zur Schau stellte.

 

Welle der Trauernden um Märtyrer-Oberhaupt auf dem Weg zum Razavi-Schrein

Als der Trauerzug den Platz des 15. Khordad erreichte wurde die Welle der Menschen dichter und die Trauernden, die seit Stunden an beiden Seiten des Weges warteten begleiteten ihn mit dem Herannahen des Märtyrer-Oberhaupts auf seinem letzten Weg. Die Ordnung der Zeremonie wurde durch Führung der Exekutiv- und Ordnungskräfte aufrechterhalten und die Bewegung des Konvois setzte sich in langsamem Tempo in Richtung des heiligen Razavi-Schreins fort.

Entlang des Weges begleiteten die Menschen den Trauerzug mit Flaggen und Plakaten in den Händen und viele brachten ihre Gefühle durch Darbringen von Blumen zum Ausdruck. Öffentliche Gedenkstätten (Maukabs) und Versorgungsstationen boten den Trauernden an verschiedenen Punkten der Strecke ihre Dienste an und die Diener des Schreins hatten zusammen mit den Rettungskräften die Bedingungen für ein reibungsloses Vorankommen der Menschenmenge geschaffen.

Als sich der Konvoi den Straßen zum heiligen Schrein von Imam Reza (a.s.) näherte nahm die Zahl der Anwesenden zu und Menschenmengen schlossen sich auch von den Nebenwegen der Zeremonie an. Die goldene Kuppel des Schreins entlang des Weges verlieh der Trauerzeremonie eine besondere Perspektive und die langsame Bewegung des Konvois inmitten der Massen von Trauernden bildete eine der zahlreichsten Versammlungen dieser Zeremonie.

 

Imam-Rida-Straße; Erzählung von Tränen und Abschied

Als das Märtyrer-Oberhaupt die Imam-Rida-Straße erreichte nahm die Atmosphäre des Weges eine andere Färbung an. Je näher der Konvoi dem heiligen Schrein kam, desto dichter wurde die Welle der Menschen und desto sehnsüchtiger wurden die Blicke. Viele vergossen unwillkürlich Tränen, einige hielten Blumenzweige in Richtung des Prozessionsweges und manche begleiteten das langsame Vorbeiziehen des Märtyrers nur mit starren Augen. Entlang der Straße glänzte die goldene Kuppel von Imam Rida (a.s.) vor den Augen der Trauernden; als hätte der letzte Abschied im Schatten des Schreins des Imam der Güte eine andere Bedeutung gefunden.

In diesem Moment spielten weder Dialekte noch die Entfernungen zwischen Städten und Ländern eine Rolle. Von Bandar Abbas und Bushehr bis Amol und dem Libanon – alle schritten auf demselben Weg und mit demselben Blick voran. Die Imam-Rida-Straße war nicht nur der Weg den ein Konvoi passierte; es war die Geschichte der Zusammenkunft von Herzen, die aus jedem Winkel der Welt gekommen waren um ihrem Oberhaupt den letzten Gruß und letzten Blick darzubringen.

 

Letzter Abschied im Schatten der goldenen Kuppel

Wenig später verbreitet sich ein Raunen in der Menge: „Der Märtyrer-Imam nähert sich dem Schrein...“ Die Blicke sind schlagartig auf den Verlauf der Imam-Rida-Straße gerichtet. Trotz der Tatsache, dass seit Beginn der Zeremonie mehrere Stunden vergangen sind verlangsamte sich die bemerkenswerte Dichte der Menschenmenge entlang des Weges die Bewegung des Trauerzuges stark; die Fahrzeuge, die die gesegneten Märtyrer transportieren bewegen sich langsam inmitten der Welle von Trauernden vorwärts und die Menschen begleiten sie Schritt für Schritt. In der Zwischenzeit, so gegen 18:00 Uhr, verlässt das Fahrzeug, das den Märtyrer-Imam transportiert, planmäßig die Hauptroute der Prozession und wird zur Abhaltung des Gebetsritus zum heiligen Razavi-Schrein überführt.

Mit der Verbreitung der Nachricht von der Überführung des Märtyrer-Oberhaupts zum Schrein steigt der Klang von Salawat-Gebeten und Klageliedern in der Menge an und Tränen fließen unwillkürlich über die Wangen. Viele erhoben ihre Hände in Richtung des Schreins, einige halten Blumenzweige in den Händen und Blicke wandern zwischen der goldenen Kuppel von Imam Rida (a.s.) und dem Weg des gesegneten Märtyrer-Imans hin und her. Es ist als ob alle Wege an diesem Punkt enden; dort wo der letzte Abschied des Märtyrer-Oberhaupts in der Nähe des himmlischen Schreins von Imam Rida (a.s.) für die Anwesenden zu einem Abschied voller Hingabe, Liebe und bleibenden Erinnerung wird. 

 

Letzter Flug zum Razavi-Schrein

Wenige Minuten später waren die Blicke vom Trauerzug zum Himmel gerichtet. Der Hubschrauber, der das Märtyrer-Oberhaupt trug, machte sich inmitten von Salawat-Gebeten und Tränen der Menschen auf den Weg zum heiligen Razavi-Schrein, damit der Ritus des Gebets für den Märtyrer-Imam in der Nähe des Schreins von Imam Rida (a.s.) abgehalten werden konnte. Viele verfolgten unwillkürlich die Bewegung des Hubschraubers mit ihren Blicken, als wollten sie nicht einmal für einen einzigen Moment ihre letzte Begleitung des Märtyrer-Oberhaupts verlieren.

Mit der Überführung des Märtyrer-Imams zum Schrein blieb die Menschenmenge weiterhin rund um den Razavi-Schrein und auf die dorthin führenden Wegen. Die Hitze, stundenlanges Stehen und Erschöpfung durch den Weg konnten die Begeisterung der Menschen für die Teilnahme am Gebet und endgültige Verabschiedung nicht mindern. Einige hatten ihre Hände zum Gebet erhoben, andere sprachen leise Salawat-Gebete und eine andere Gruppe starrte ohne ein Wort zu sagen auf die goldene Kuppel des Schreins.

In diesen Augenblicken verging die Zeit für Tausende von Trauernden nur langsam. Alle warteten auf den Beginn des Gebets für das Märtyrer-Oberhaupt; ein Gebet das für viele nicht das Ende einer Zeremonie war, sondern der letzte Bund den sie in der Nähe des Imams der Güte mit ihrem Oberhaupt erneuern wollten.

 

Ende des Abschieds, Beginn der Solidarität

In der Zwischenzeit mit dem Ende der Zeremonie entfernt sich die Welle der Menschen langsam von den zum Razavi-Schrein führenden Wegen, doch die Erzählung dieses Tages ist noch nicht zu Ende. Inmitten der Straßen, die noch vor Stunden Gastgeber für die Flut von Trauernden waren, bildet sich eine andere Szene; eine Szene, die vielleicht so bleibend ist wie der Trauerzug selbst.

Einige Menschen nehmen ohne dass sie jemand dazu auffordert Besen in die Hand und beginnen neben den Straßenreinigern der Stadt die Straßen zu säubern. Jung und Alt, Frauen und Männer sammeln Seite an Seite mit den städtischen Diensten Wasserflaschen, Einwegbecher und Abfälle ein, die von der stundenlangen Anwesenheit der Menge zurückgeblieben. Es scheint als wollten sie nicht, dass ihr Anteil an diesem Tag nur aus Tränen und Abschied besteht; sie wollen, dass das letzte Bild dieser Zeremonie auch mit Verantwortungsbewusstsein und Respekt gegenüber der Stadt, die sie beherbergte, festgehalten wird.

Die Straßenreiniger danken den Menschen lächelnd für ihre Unterstützung und auch die Passanten gehen nicht gleichgültig an den Besen vorbei; jeder hilft so gut er kann. Die Straßen, vor Stunden noch unter den Schritten Tausender Trauernden atmeten, nehmen nun dank der Anstrengung derselben Menschen langsam ein neues Gesicht an.

Vielleicht ist dies das letzte Bild des heutigen Tages in Mashhad, einer Stadt die nach einem großartigen Abschied ihre Begleiter nicht nur mit Tränen, sondern auch der Kultur der Solidarität und Verantwortung in Erinnerung behalten wird. Es scheint als hätte sich für viele der Respekt vor dem Märtyrer-Oberhaupt nicht nur auf die Anwesenheit bei der Trauerzeremonie beschränkt; er fand auch im Bücken um ein Stück Abfall aufzuheben und der Unterstützung der Straßenreiniger seine Bedeutung.

Wenige Minuten vor der Ankunft des Leichnams beherbergten die Höfe des heiligen Razavi-Schreins die dichten Reihen des Gemeinschaftsgebets der Trauernden, die sich schon Stunden zuvor an diesen Ort begeben hatten. Eine Stille vermischt mit Gemurmel von Gebeten und Koranrezitation herrschte über der Atmosphäre des Schreins und die Blicke waren hin und wieder auf den Weg gerichtet den das Märtyrer-Oberhaupt nehmen sollte. Nach dem Ende des Gebets blieben viele weiterhin an ihrem Platz; einige sprachen Gebete (Dhikr), andere hielten den Koran in den Händen und eine Gruppe wartete schweigend auf den Beginn des nächsten Teils der Zeremonie.

Mit dem Näherrücken des Empfangszeitpunkts nahm die Atmosphäre des Schreins eine andere Farbe an. Die Diener (Khadem) nahmen ihre Plätze ein und die Menge bewahrte trotz des Gedränges die Ordnung in den Reihen. Der Klang von Salawat-Gebeten und Klageliedern hallte langsam durch die Höfe und von Moment zu Moment wuchs die Begeisterung der Anwesenden. In jenen Minuten schienen alle Blicke auf einen Punkt gerichtet zu sein; den Weg über den das Märtyrer-Oberhaupt in den Schrein gelangen sollte, um den letzten Abschied in der Nähe des Schreins von Imam Rida (a.s.) zu vollziehen.

 

Dar al-Dhikr; Ende eines prachtvollen Abschieds

Mit dem Herannahen der Dämmerung waren die Blicke auf das Dar al-Dhikr des heiligen Razavi-Schreins gerichtet; der Ort an dem das letzte Kapitel dieses prachtvollen Abschieds stattfinden sollte. Die Höfe waren schon seit Stunden voller ztill wartender Menschen. Das Gemurmel von Gebeten, Koranrezitationen und Salawat-Gebeten hallte durch die Atmosphäre des Schreins und jeder verbrachte die Momente vor dem endgültigen Abschied auf seine eigene Weise.

Nach der Überführung des gesegneten Leichnams zum Schrein richteten sich alle Blicke auf das Dar al-Dhikr; der Ort an dem der Märtyrer-Imam seine letzte Ruhe finden sollte. Die Diener des Schreins, Exekutivkräfte und Familie des Märtyrer-Oberhaupts trafen Vorbereitungen für den letzten Teil der Zeremonie und die Menschenmenge wartete trotz der stundenlangen Anwesenheit bei der Zeremonie weiterhin geduldig.

Mit dem offiziellen Ende der Trauerzeremonie entfernten sich die Straßen langsam vom Lärm der Prozession, doch der heilige Razavi-Schrein war weiterhin voller Menschen denen es nicht leicht fiel sich von diesem Abschied zu lösen. Tausende Trauernde standen in den Höfen und Hallen und richteten ihre Blicke auf den Moment des Gebets für das Märtyrer-Oberhaupt und seine Familie. Niemand hatte es eilig zu gehen; als wollten alle die letzten Momente der Begleitung bis zum Ende dieses historischen Abschieds bewahren.

Inmitten der dichten Reihen der Menschenmenge vermischten sich Gemurmel von Salawat-Gebeten, Koranrezitationen und Klang von Klageliedern. Die Blicke fielen hin und wieder auf die Halle des Dar al-Dhikr; dort wo nach dem Gebet der letzte Teil dieser Geschichte, nämlich der Bestattungsritus, stattfinden sollte. Für viele der Anwesenden waren diese Momente nicht nur das Ende einer Zeremonie, sondern das Ende eines Kapitels an Erinnerungen und Beginn eines Kapitels der Erinnerung und Sehnsucht.

Mit dem Eintreffen der Gebetszeit legte sich eine besondere Stille über die Atmosphäre des Schreins; eine Stille aus Respekt, Tränen und Gebeten. Alle warteten darauf in der Nähe des Schreins von Imam Rida (a.s.) das letzte Gebet für das Märtyrer-Oberhaupt zu verrichten und danach Zeugen seiner Beisetzung in der Halle des Dar al-Dhikr zu sein; ein Abschied der zwar das Ende einer Präsenz war, aber im Gedächtnis von Tausenden Trauernden zu einer bleibenden Erinnerung wurde.

Die Nacht legte sich langsam über die goldene Kuppel des Schreins und obwohl die Menschenmenge allmählich die Höfe verließ blieb die Spur dieses Tages in den Gesichtern und Blicken zurück. Die Straßen die seit den frühen Morgenstunden unter den Schritten von Tausenden Trauernden zum Leben erweckt worden waren näherten sich nun wieder der Stille; eine Stille, die noch immer mit Duft von Salawat-Gebeten, Klageliedern und Tränen in sich trug.

Dieser Tag war für Mashhad nicht nur eine Trauerzeremonie; es war ein Tag an dem die Stadt die Erzählungen von Tausenden Menschen aus verschiedenen Städten und Ländern in sich aufnahm; Erzählungen, die an einem Punkt zusammen fanden; bei einem Abschied den jeder auf seine eigene Weise interpretierte. Von den feuchten Blicken und den zum Gebet erhobenen Händen bis hin zu den Schritten, die den Konvoi stundenlang begleiteten, bildete jedes Bild einen Teil des Gedächtnisses dieses Tages.

Mit dem Schließen der letzten Seite dieses Ritus blieb in der Erinnerung der Anwesenden nicht nur der Weg der Prozession oder Gedränge der Menschenmenge; es war die Erinnerung an die Solidarität der Menschen die von nah und fern zusammen kamen und einen besonderen Tag in der Geschichte dieser Stadt schufen. Mashhad kehrt nach stundenlangem Gastgeben für diesen Abschied langsam zum Alltag zurück, doch die Geschichte dieses Tages wird im Geist und Gedächtnis derjenigen die Zeugen waren lebendig bleiben.

 

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