IQNA: Der irakische Schriftsteller und Medienaktivist Adel al-Jubouri schrieb in einem Beitrag über die Botschaften der Trauerfeier für das Märtyreroberhaupt Irans in Nadschaf und Karbala: Wie im Iran nahmen auch Millionen Iraker aus dem ganzen Land an der beispiellosen und historischen Trauerfeier für dem Märtyrer-Imam Irans Ayatollah Sayyid Ali Khamenei in den heiligen Städten Nadschaf und Kerbela teil. Verschiedene Quellen schätzten die Zahl der Teilnehmer an den Trauerfeiern in diesen beiden Städten auf nahezu zehn Millionen. Diese Zahl ist sehr groß, aber zugleich für jeden der das Wesen der Beziehungen, Bindungen und Gemeinsamkeiten kennt, versteht und würdigt, die die Menschen im Irak und Iran vereinen, sowie die Reihe ehrenhafter Positionen, die die Regierung Irans zur Unterstützung und Hilfe für den Irak in seinen dunkelsten und schwierigsten Zeiten einnahm weder überraschend noch seltsam. (Quelle: Al-Ahed)

Diese gewaltige millionenstarke Präsenz barg mit bewegenden und eindrucksvollen menschlichen und emotionalen Szenen wichtige, tiefe und kraftvolle Botschaften in sich deren hervor-stechendste vielleicht folgende ist:
Erstens: Die Menschen im Irak sind denen treu die an ihrer Seite stehen, sie unterstützen und sie im Bedarfsfall verteidigen. Ohne Zweifel gehörte die Islamische Republik Iran – das heißt ihre höchste Führung, ihre staatlichen Institutionen, ihre politischen und gesellschaftlichen Eliten und ihre allgemeine Bevölkerung – zu den größten Unterstützern der Menschen im Irak in all ihrer Vielfalt und mit all ihren Zugehörigkeiten, zu der Zeit als sie sich um die Befreiung von der unterdrückerischen und blutigen Diktatur der Baath-Partei bemühten.
Später stand die Islamische Republik in der ersten Reihe der Unterstützer des Irak und der Menschen im Irak beim Aufbau ihres neuen demokratischen Systems nach dem Sturz des baathistischen Regimes Saddam Husseins im Frühjahr 2003. Sie stand ihnen auch bei der Bekämpfung des takfiristischen Terrorismus von Al-Qaida und später des IS zur Seite, der von einer Gruppe regionaler und internationaler Mächte an deren Spitze die USA standen hervorgebracht und exportiert worden war um den Irak in politische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Probleme und Krisen zu stürzen und ihn statt voranzubringen zurückzuwerfen.
Zweitens: Der Irak war, ist und wird ein starkes und aktives Mitglied der Widerstandsfront bleiben. Die USA setzten mit dem zionistischen Regime und anderen Mächten durch gezielte Ausschaltung des Revolutionsoberhaupts und der höchsten Säulen des Systems auf den Sturz der Islamischen Republik und schwächten, marginalisierten und belagerten zugleich die Widerstandsfront, insbesondere jene die Iran näherstanden. Dennoch bewiesen die Ereignisse die Leere und Naivität dieser Wetten. Weder fiel das iranische System nach dem Märtyrertod seines Oberhaupts, noch beugten die Widerstandskräfte das Haupt und ergaben sich. Wenn wir alle früheren Positionen beiseite lassen und uns nur auf die millionenstarke und beispiellose Trauerfeier der Iraker konzentrieren, dann ist dies allein schon der beredteste und klarste Beweis dafür, dass der Irak weiterhin im Herzen der Widerstandsfront steht und an seinen Prinzipien und Positionen festhält.
Wenn der US-Präsident Donald Trump von den Millionen Menschen überrascht wurde die zum Trauern und zum Abschied von ihrem Oberhaupt auf die Straßen Teherans und anderer Städte Irans kamen, dann wurde er vielleicht noch mehr überrascht und verblüfft beim Anblick von Millionen die Straßen füllenden Irakern, die sich um den Sarg des Märtyreroberhaupts versammelt hatten und „Tod Amerika und Israel“ und sogar „Tod Trump“ riefen.
Drittens: Vielleicht, wenn es in Tel Aviv, Washington und anderen Ländern Personen gab die zuvor gehofft hatten den Irak unter trügerischen und vagen Überschriften und Etiketten wie „Abraham-Abkommen“, „Neuer Naher Osten“ oder „Deal des Jahrhunderts“ in den Kreislauf einer erniedrigenden Normalisierung mit dem zionistischen Regime zu ziehen, dann machte die millionenstarke Trauerfeier für Ayatollah Sayyid Ali Khamenei all diese Wünsche und Hoffnungen ein für allemal zunichte. Sie festigte diese Wahrheit, dass der von den USA und dem zionistischen Regime gewünschte Frieden nichts anderes als Illusion und Fata Morgana ist. Dieser Frieden wird weder durch Sitzungen und Treffen hinter verschlossenen Türen noch durch Unterschriften unter Dokumenten geschaffen deren Inhalt von böswilligen und gescheiterten Köpfen ausgearbeitet wurde. Vielmehr wird er durch den Willen der Nationen und Völker geschaffen, die sich um die Wiedererlangung ihrer gestohlenen, verlorenen und geraubten Rechte bemühen und mit der Unterstützung, Hilfe und Beistandsleistung von Nationen und Völkern die diesen Kampf mit allen Mitteln und Methoden unterstützen.
Wenn erniedrigende Abkommen der entscheidende Faktor wären, dann würde der Kampf des Volkes Palästinas, des libanesischen Volkes und anderer Völker nicht andauern und das zionistische Regime würde nicht fortwährende Niederlagen erleiden und nicht ständig in Angst vor Untergang und Zusammenbruch leben.
Viertens: Diejenigen, die Realitäten und Ereignisse schaffen, Positionen und Richtungen formen, Wege und Pfade bestimmen und auf der Bühne das letzte Wort sprechen sind die Nationen und Völker gegenüber Regimen und Staaten. Im Zusammenhang mit dieser Wahrheit nahmen die Iraker mit den Millionen Menschen, die den Sarg des Märtyrerführers in ihrem Herzen und ihrer Seele trugen und ihn auf Händen und Schultern hoben keine neuen Positionen ein, sondern bestätigten, stärkten und vertieften ihre bestehenden Positionen, Prinzipien, Überzeugungen und Ausrichtungen. Niemand konnte sie daran hindern dies zu tun.
Diese Millionen sind dieselben Menschen, die jedes Jahr am zehnten Muharram und zu Arba'in den Bund der Aufopferung, Treuegelöbnisses und Loyalität gegenüber dem Herrn der Märtyrer Imam Husain (a.) erneuern und sind dieselben die der Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Tyrannei des untergegangenen Baath-Regimes entgegentraten und sind dieselben die Al-Qaida und IS besiegten und Verschwörungen und Pläne der USA und des usurpatorischen zionistischen Regimes vereitelten.
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