IQNA

22:49 - April 18, 2021
Nachrichten-ID: 3004063
Teheran (IQNA) - Ein belgischer Abgeordneter hat die belgische Regierung aufgefordert, sich für die Rettung des Lebens der politischen Gefangenen in Bahrain, die mit dem Coronavirus infiziert sind, einzusetzen.

Laut „Bahraini Leaks“ warnte das Mitglied des belgischen Senats, Philip Corard, vor den Folgen der Corona-Krise in Bahrains Gefängnissen und forderte die belgische Regierung auf, das Leben der politischen Gefangenen in Bahrain zu retten.

Er richtete eine schriftliche Frage an die belgische Außenministerin Sophie Wilmès bezüglich des Covid-19-Ausbruchs in bahrainischen Gefängnissen.

Dieser belgische Senator betonte, dass steigende Corona-Infektionszahlen in mit politischen Gefangenen überfüllten Gefängnissen Anlass zur Sorge geben würden.

Senator Corard fügte hinzu, dass hygienische Verhältnisse in den bahrainischen Gefängnissen als unbefriedigend und besorgniserregend eingestuft würden. Das Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) hatte im vergangenen April Bahrain aufgefordert, die ohne Rechtsgrundlage inhaftierten politischen Gefangenen freizulassen.

„Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat unsere Aufmerksamkeit auf dieses Problem gelenkt. Wir müssen den Ernst der Lage erkennen, mit der die gewaltlosen politischen Gefangenen in Bahrain konfrontiert sind. Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, müssen dringend medizinisch versorgt werden.“, betonte Philip Corard weiter.

Bereits in der vergangenen Woche waren tausende Menschen in Bahrain gegen das Al-Khalifa-Regime auf die Straße gegangen. Die Parolen der Demonstranten richteten sich vor allem gegen das Al-Khalifa-Regime und das saudi-arabische Regime. Die Demonstranten forderten zudem die sofortige Freilassung politischer Gefangener in Al-Khalifa-Gefängnissen.

Im Gegensatz zu den Angaben der bahrainischen Regimebehörden liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Gefangenen aktuell bei 97 Fällen. Die bahrainischen Behörden haben jedoch nur drei Corona-Fälle im Jaw-Zentralgefängnis gemeldet.

 

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