IQNA

23:52 - September 18, 2021
Nachrichten-ID: 3004775
Das US-Militär hat eingeräumt, bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August unschuldige Zivilisten statt Extremisten getötet zu haben. Die Rede ist von einem "tragischen Fehler".

Die US-Streitkräfte haben eingeräumt, bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August zehn unschuldige Zivilisten getötet zu haben, unter ihnen sieben Kinder. "Der Angriff war ein tragischer Fehler", sagte General Frank McKenzie vom US-Zentralkommando. Mit dem Angriff reagierte das US-Militär auf den blutigen Anschlag am Flughafen von Kabul wenige Tage zuvor.

Der Luftangriff sei ein «tragischer Fehler» gewesen, sagte General Kenneth McKenzie, der das US-Zentralkommando Centcom führt, am Freitag in einer Videoschalte vor Journalisten. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass bis zu zehn Unschuldige, darunter bis zu sieben Kinder, ums Leben gekommen seien. Man halte es für unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug und die getöteten Personen eine direkte Bedrohung für die US-Streitkräfte dargestellt hätten oder mit Isis-K, einem Ableger der Terrormiliz IS, in Verbindung gestanden hätten.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sprach den Familien der Getöteten sein Beileid aus und erklärte: «Wir entschuldigen uns und werden uns bemühen, aus diesem schrecklichen Fehler zu lernen.» Er habe angeordnet, zu untersuchen, inwiefern Abläufe bei künftigen Drohnenangriffen womöglich geändert werden müssten.

zeit.de

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