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AFP: Gastgeber der Weltmeisterschaften, Katar, versucht Denken über Islam zu ändern

23:27 - December 06, 2022
Nachrichten-ID: 3007352
TEHERAN (IQNA) – In einem Bericht heißt es, dass die AFP am Rand der FIFA Fußballweltmeisterschaften auf die Versuche Katars hinweist, auf den Islam aufmerksam zu werden.

Stolz hat das muslimische Katar den Vorteil der Weltmeisterschaften genutzt, um Hunderttausende an besuchenden Fans zu erreichen, um ihr Denken über den Islam zu ändern oder sie sogar zu bekehren.

Das Emirat am Golf ist die erste muslimische Nation, die eine Fussballweltmeisterschaft austrägt. Sein Gasreichtum hat es mit einer stattlichen Reihe an großen Moscheen bedacht, um die Neugierde der Besucher zu erregen.

Das kanadische Ehepaar Dorinel und Clara Popa hatte dem Gebetsruf, der aus einer im osmanischen Stil errichteten Moschee in dem Kulturbezirk Katara von Doha kam, zugehört.

Sie ist wegen ihrer prächtigen Mosaiken aus blauen und scharlachfarbenen Kacheln an den Wänden als Blaue Moschee von Doha bekannt. Ein Führer hatte das Paar durch das ausgearbeitete Innere, das von einem riesigen Leuchter dominiert war, geleitet.

Dorinel Popa, ein 54-jähriger Buchhalter, sagte, dass sie zum ersten Mal sich den Islam ansehen würden. Er sagte: „Wir haben gegen die Kultur und die Leute Vorurteile, weil wir nicht genügend mit anderen zusammen sind.“

 

Kaffee und Glaube

Seine 52-jährige Frau, eine Ärztin, fügte hinzu: „Wir hatten in unserem Kopf einige Gedanken, und jetzt werden sich vielleicht einige ändern.“

Das Gästezentrum von Katar, das die Blaue Moschee leitet, hat Duzende an Predigern aus aller Welt zu den Weltmeisterspielen gebracht.

Außerhalb der Moschee gibt es zusammen mit arabischem Kaffee und Datteln mehrsprachige Broschüren, in welchen der Islam und der Prophet Mohammad erklärt sind.

Der syrische Voluntär Ziad Fateh sagte, dass die Weltmeisterschaften eine Möglichkeit seien, um Millionen von Menschen den Islam näher zu bringen und Missverständnisse über die Religion, die viele im Westen mit Radikalismus verbinden, zu beheben.

Er fügte hinzu: „Wir erklären den Leuten mehr über die Ethik, die Wichtigkeit der Familienbindung und den Respekt gegenüber Nachbarn und Nicht-Muslimen.“

In der Nähe der Moschee führen Voluntäre einen Tisch mit dem Schild: „Frage mich über Katar.“, der auf besuchende Frauen abzielt.

Diejenigen, die stehenbleiben, bekommen arabischen Kaffee angeboten.

Eine palästinensische Voluntärin, Somaya, sagte, dass die meisten Fragen den Schleier, Polygamie und ob Frauen im Islam unterdrückt wären beträfen.

Nebenbei können Besucher eine fünfminütige virtuelle Realitytour über den Islam besuchen.

Die Kampagne kann überall in Katar verfolgt werden.

 

Freude im Islam

Im Pearl District, wo viele Auswanderer leben und seine teuren Cafés und Restaurants oft besuchen, sind Wände mit Zitaten von Prophet Mohammad (Friede sei mit ihm) beschrieben worden, auf denen zu einer guten Moral aufgerufen wird.

In teuren Einkaufszentren hängen Plakate, auf denen für den Islam geworben wird.

Auf dem Souq Waqif Markt, wo sich jedenTag Tausende an Fans versammeln, gibt es umsonst in einer Gasse Bücher und Informationszettel mit der Aufschrift: „Wenn Ihr nach Freude sucht... werdet Ihr sie im Islam finden.“

In der Nähe des Souq ist das islamische Kulturzentrum Scheich Abdulla bin Zaid jeden Tag zwölf Stunden für Touren geöffnet.

Einige muslimische Führer in Katar hatte zu Versuchen aufgerufen, die besuchenden Fußballfans zum Islam zu konvertieren.

Sultan bin Ibrahim Al Hashemi, ein Juraprofessor (Scharia) an der Universität von Katar, der auch der Leiter der Radiostation „Voice of Islam“ ist, sagte, dass die Weltmeisterschaften dazu genutzt werden sollten, um sowohl Leute zu konvertieren als auch Islamfeindlichkeit entgegenzutreten.

Hashemi sagte der AFP, dass er auf seinen Treffen mit ausländischen Fans ihnen anböte, zum Islam zu konvertieren: „Wenn ich eine Möglichkeit finde, biete ich ihnen den Islam mit Leichtigkeit und Würde an, aber wenn ich keine Möglichkeit finde, sagen ich ihnen, dass sie unsere Gäste und unsere Brüder in Menschlichkeit seien.“ Aber er betonte, dass der Islam Konversion unter Zwang nicht akzeptiere.

Posts auf den sozialen Medien behaupten, dass Hunderte an Fans ihren Glauben gewechselt hätten, aber der Tatsachencheckerdienst der AFP hatte gezeigt, dass diese Behauptungen falsch gewesen seien.

Ein Beamter vom katarer Ministerium für religiöse Stiftungen sagte der AFP, dass das Ziel des Staates nicht gewesen sei, die Zahl der zum Islam Konvertierten zu steigern, sondern die Zahl derer, die ihre [irrtümliche] Meinung über ihn ändern.

 

Quelle: AFP

 

 

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