IQNA

Dokumentarfilmer erklärt:

Erzählung des Widerstands im Dokumentarfilm "Al-Husseini Al-Muqawim"

11:09 - August 04, 2026
Nachrichten-ID: 3015195
IQNA- Das neueste Werk von Seyyed Nematollah Esmaili mit dem Titel "Al-Husseini Al-Muqawim"wird zeitgleich mit der Arba'in-Saison über den internationalen Sender Al-Kawthar ausgestrahlt.

Der internationaler Dokumentarfilmer und Programmgestalter des Auslandsdienstes der Rundfunkanstalt sowie des internationalen Senders Al-Kawthar Seyyed Nematollah Esmaili ist bekannt als eine der herausragenden Persönlichkeiten der Dokumentation im Bereich Arba'in und Widerstand, mit mehr als drei Jahrzehnten Medienaktivität und etwa einem Jahrzehnt des Lebens und kontinuierlichen Präsenz in den Ländern der Widerstandsachse einschließlich Libanon, Syrien und Irak. Sein neuestes Werk mit dem Titel "Al-Husseini Al-Muqawim" bietet zeitgleich mit der Arba'in-Saison eine andere Erzählung der Widerstandsliteratur unter irakischen Dichtern. In den letzten Jahren erlangte er durch die Produktion einer Reihe von Dokumentarfilmen im Bereich Arba'in, Widerstand und Ashura-Kultur einen besonderen Stellenwert in diesem Bereich.

 

Erzählung des Widerstands im Dokumentarfilm

 

Zu den herausragenden Werken von Esmaili in den letzten Jahren mit dem Schwerpunkt Arba'in gehören die Dokumentarfilme "Jalil", "Husseini-Blüten", "Wir, ein paar Leute", "Unterdrückte der Liebe" und "Arba'in unser Termin", die jeweils einen Teil der kulturellen, sozialen und internationalen Dimensionen der größten religiösen Versammlung der Welt dargestellt haben.

Er gewann mit dem Dokumentarfilm "Unterdrückte der Liebe" den ersten Platz in der Filmsektion beim achten Arba'in World Award. Außerdem brachte ihm der Dokumentarfilm "Jalil" in der vierten Ausgabe dieser Veranstaltung den Titel des ausgewählten Werkes und des besten Dokumentarfilmers ein.

Der Dokumentarfilm "Wir, ein paar Leute", der die Anwesenheit von Veteranen des Heiligen Verteidigungskrieges bei der Arba'in-Prozession und ihr Gespräch mit verwundeten Soldaten der Saddam-Armee während des aufgezwungenen Krieges erzählt, schaffte es in den Wettbewerbsabschnitt des internationalen Festivals "Cinema Verite".

Auch der Dokumentarfilm "Unterdrückte der Liebe", der die Anwesenheit von Denkern, Künstlern und freiheitsliebenden Persönlichkeiten aus dem Westen einschließlich einer Gruppe schwarzhäutige Amerikaner bei der Arba'in-Prozession erzählt, war im Wettbewerbsabschnitt des Ammar Popular Film Festival vertreten.

In der Filmografie dieses Dokumentarfilmers sind auch andere internationale Werke wie "Schrei der Freiheit", "Unterdrückt" (Dokumentation über das Leben von Imam Musa Sadr), "Das Schicksal der Unterdrückten", "Dunkelheit in der Dunkelheit" (über die geheimen Waffen des usurpatoren Israels), "Ramadan im Libanon", "Menschen ohne Land", "Vom Halbmond des Throns bis zum Rot des Teppichs" und "Vom Widerstand bis zum Sieg" (mit einem exklusiven Interview mit Seyyed Hassan Nasrallah in dieser Dokumentation) zu sehen.

Ein weiteres bleibendes Werk von Esmaili ist die 30-teilige Dokumentarserie "Liebe an der Frontlinie", die in Syrien vor den zum Sturz der Regierung von Baschar al-Assad führenden Entwicklungen produziert wurde und als die letzte Dokumentarserie bekannt ist, die von der Islamischen Republik Iran in Syrien vor diesen Entwicklungen produziert wurde.

Das neueste Werk dieses Dokumentarfilmers mit dem Titel "Al-Husseini Al-Muqawim" wurde ebenfalls zeitgleich mit den Arba'in-Husseini-Tagen produziert. Dieser Dokumentarfilm nähert sich mit einem neuen Ansatz irakischen Dichtern, die zur Unterstützung des Widerstands und im Kampf gegen das zionistische Regime und das Herrschaftssystem epische Gedichte verfassten. Esmaili begleitete diese Dichter auf dem Weg der Arba'in-Prozession und bildete während der Gespräche mit ihnen die Verbindung zwischen der Ashura-Kultur, der Widerstandsliteratur und der globalen Arba'in-Bewegung ab.

Im Anschluss an die Veröffentlichung eines Berichts über die Dokumentarfilmarbeit von Seyyed Nematollah Esmaili und sein neuestes Werk "Al-Husseini Al-Muqawim" fragten wir bei der Nachrichtenagentur IQNA in einem Gespräch mit diesem internationalen Dokumentarfilmer nach den verschiedenen Dimensionen seiner Erfahrung der Anwesenheit in den Ländern der Widerstandsachse, seinem Blick auf die Arba'in-Dokumentation und dem Produktionsprozess dieses Werkes. Im Folgenden das Interview:

 

IQNA – Sie sind seit mehr als drei Jahrzehnten im Medienbereich tätig und verbrachten etwa acht Jahre dieser Zeit in den Ländern der Widerstandsachse. Welchen Einfluss hatte diese Felderfahrung auf Ihren Blick bei der Auswahl von widerstandsorientierten Themen, insbesondere im Bereich Arba'in?

Die achtjährige Präsenz in den Ländern der Widerstandsachse einschließlich Libanon, Syrien und Irak, veränderte meinen Blick auf die kulturellen, sozialen und politischen Kapazitäten dieser Front. Wenn man aus nächster Nähe die Solidarität, Widerstand und Geist des Widerstands der Menschen dieser Länder gegenüber dem Herrschaftssystem sieht erkennt man, dass Arba'in nicht nur ein religiöses Ritual ist, sondern ein identitätsstiftender und zivilisationsbildender Strom in der islamischen Welt.

Diese Erfahrung lehrte mich, dass man Widerstandsthemen nicht vom Schreibtisch aus auswählen sollte, sondern sie im Zentrum des Lebens der Menschen finden muss. Die Anwesenheit und das Leben an der Seite mutiger Männer der Widerstandsachse in verschiedenen Ländern vertiefte in mir den Glauben, dass die Widerstandsachse die gemeinsame Sprache freiheitsliebender Nationen im Kampf gegen Kolonialismus und Arroganz ist und Arba'in eines der wichtigsten Erscheinungsbilder dieses Diskurses darstellt.

 

IQNA – Ihre Arba'in-Dokumentarfilme einschließlich "Gehen ohne Füße" beeindruckte durch die Erzählung des Lebens von Menschen mit Behinderungen viele Zuschauer. Warum entschieden Sie sich für solche Themen entschieden, um das Arba'in-Epos zu erzählen?

Mein Glaube ist, dass Arba'in allen Menschen gehört; unabhängig von Nationalität, Rasse, Sprache oder körperlicher Leistungsfähigkeit. Die Auswahl von Charakteren wie "Jalil", der trotz Behinderung mit unbeschreiblicher Liebe den Weg der Arba'in-Prozession zurücklegt, entspringt genau dieser Sichtweise.

Diese Erzählungen zeigen, dass die Liebe zu Seid al-Schuhada (a.s.) nicht auf körperliche Stärke beschränkt ist und alle scheinbaren Grenzen überschreiten kann. Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass solche menschlichen Erzählungen am meisten mit dem Publikum in Verbindung treten. Der Dokumentarfilm "Unterdrückte der Liebe" gewann den ersten Platz in der Filmsektion beim achten Arba'in World Award gewann und ist ein Beispiel für diese Sichtweise; ein Werk das zeigte, dass das Unrecht an Schwarzen in USA und Rassendiskriminierung im Westen globale Zuschauer beeinflussen können.

Ich glaube, hinter jedem Arba'in-Pilger verbirgt sich eine unerzählte Geschichte und die Mission des Dokumentarfilmers ist es genau diese reinen und bleibenden Geschichten zu entdecken und zu erzählen.

 

IQNA – Ihr neuestes Werk mit dem Titel "Al-Husseini Al-Muqawim" hat einen anderen Ansatz und wendet sich irakischen Dichtern und der Widerstandsliteratur zu. Welche Notwendigkeit führte zur Entstehung dieses Dokumentarfilms?

"Al-Husseini Al-Muqawim" ist das Ergebnis des Gefühls einer medialen Notwendigkeit. Nach dem jüngsten Krieg der Islamischen Republik mit den USA und dem zionistischen Regime wurde Poesie und Widerstandsliteratur im Irak zu einer der wichtigsten Erscheinungsformen des kulturellen Kampfes gegen das zionistische Regime, die USA und das Herrschaftssystem, und ich hatte das Gefühl, dass dieses wertvolle Potenzial von Dokumentarfilmern weniger beachtet wurde. Besonders epische Gedichte, die die Raketen- und Drohnenangriffe des Iran auf die Feinde beschrieben.

Irakische Dichter haben mit der Sprache der Poesie Ashura-Konzepte mit heutigen politischen Themen und Realitäten verknüpft. Mein Bestreben in diesem Dokumentarfilm war es diese Verbindung im Kontext der Arba'in-Prozession abzubilden; dort wo Poesie, Ashura-Kultur und Widerstandsdiskurs gemeinsam Bedeutung finden.

Meiner Überzeugung nach ist Arba'in heute ein lebendiger und dynamischer Strom und Literatur gilt als eines der wichtigsten Werkzeuge zur Erläuterung und Vermittlung der Botschaft dieser großen Bewegung.

 

IQNA – Ihre Werke gewannen zahlreiche Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Festivals. Was ist aus Ihrer Sicht das Geheimnis für die Langlebigkeit eines Arba'in-Dokumentarfilms und welche Potenziale dieses Ereignisses sind noch vernachlässigt?

Der wichtigste Faktor für die Langlebigkeit eines Arba'in-Dokumentarfilms ist Ehrlichkeit in der Erzählung und menschlicher Blick auf das Subjekt. Werke die sich nur mit dem Äußeren dieser riesigen Versammlung befassen haben normalerweise eine kurze Lebensdauer; aber wenn der Dokumentarfilmer in die tiefen menschlichen, kulturellen und sozialen Schichten eindringen kann wird sein Werk von Dauer sein.

Ein Dokumentarfilm wie "Unterdrückte der Liebe", der die Anwesenheit westlicher Denker und Künstler bei Arba'in behandelt, insbesondere weil er auf die Anwesenheit von Freiheitsliebenden und schwarzen Amerikanern bei dieser großen Bewegung eingeht, konnte aus diesem Grund ein breites Publikum finden.

Gleichzeitig gibt es immer noch viele Potenziale bei Arba'in, die weniger behandelt wurden; darunter die Rolle der Familien bei dieser riesigen Bewegung, der Einfluss von Arba'in auf die kulturellen und politischen Gleichungen der Region sowie die sozialen, wirtschaftlichen und zivilisatorischen Dimensionen dieses Ereignisses können Gegenstand vieler herausragender Werke sein.

 

IQNA – Es scheint, dass die Botschaft von Arba'in in den letzten Jahren über ein religiöses Ritual hinausging und zu einem kulturellen und politischen Aktivismus in der Region wurde. Wie erzählt der Dokumentarfilm "Al-Husseini Al-Muqawim" diese Transformation?

Arba'in ist heute nicht mehr nur ein religiöses Ritual; es entwickelte sich zu einer zivilisatorischen Bewegung und einem kulturellen und politischen Aktivismus auf Ebene der Region und der islamischen Welt entwickelt. Die Anwesenheit von Millionen von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen zeigt, dass der Diskurs des Widerstands und Strebens nach Freiheit geografische Grenzen überschritt.

Im Dokumentarfilm "Al-Husseini Al-Muqawim" versuchte ich diese Transformation durch die Brille der Widerstandsliteratur zu erzählen. Dichter, die jahrelang mit ihrer Poesie und ihrem Stift gegen Zionismus und Arroganz standenen lesen heute auf dem Weg der Arba'in-Prozession ihre Gedichte für die Pilger vor und dies ist ein Symbol für die unauflösliche Verbindung von Ashura, Widerstand und Streben nach Freiheit.

Die Hauptbotschaft dieses Dokumentarfilms ist, dass Arba'in heute zu einem identitätsstiftenden Strom für die islamische Welt wurde und irakische Dichter in den letzten Jahren zu den wichtigsten Erzählern und Erläuterern dieses Diskurses gehören.

Es sei darauf hingewiesen, dass der neueste Dokumentarfilm von Seyyed Nematollah Esmaili "Al-Husseini Al-Muqawim" am Donnerstag, den 6. August 2026 um 20:30 Uhr über den internationalen Sender Al-Kawthar ausgestrahlt wird.

 

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