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Einjährige Verwehrung des Freitagsgebets für Schiiten Bahrains

15:14 - July 17, 2026
Nachrichten-ID: 3015085
IQNA- Der schiitischen Gemeinschaft Bahrains wird seit mehr als einem Jahr die Abhaltung des Freitagsgebets verwehrt und die Vorbeter befinden sich als Teil eines anhaltenden konfessionellen Konflikts hinter Gefängnisgittern.

IQNA: Der schiitischen Gemeinschaft Bahrains wird seit mehr als einem Jahr die Abhaltung des Freitagsgebets verwehrt und die Vorbeter befinden sich als Teil eines anhaltenden konfessionellen Konflikts hinter Gefängnisgittern. (Quelle: arabische Islam Times)

 

Einjährige Verwehrung des Freitagsgebets für Schiiten Bahrains

 

Diesem Bericht zufolge ist dieses Verbot nicht länger eine vorübergehende Sicherheitsmaßnahme im Zusammenhang mit einem vorübergehenden Vorfall, sondern entwickelte sich im Laufe der vergangenen Wochen zu einer systematischen Politik, die Gegner und Menschenrechtsgruppen als kollektive Bestrafung sowie demografische und politische Manipulation betrachten, die auf die Identität der größten Gemeinschaft dieses Landes abzielt.

In dieser Politik werden strenge Überwachung und starke militärische Präsenz genutzt, um eine Atmosphäre psychologischer Einschüchterung zu schaffen und die Ausübung des grundlegenden Rechts der Bürger auf Gottesdienst zu verhindern.

Diese anhaltende Störung geht mit einer umfangreichen Kampagne von Verhaftungen und Vorladungen einher, die bekannte Vorbeter und Religionsgelehrte ins Visier nimmt. Sie wurden inhaftiert oder unter vagen Vorwürfen der Aufwiegelung und Verstoßes gegen Verwaltungsvorschriften am Predigen gehindert. Gegner betrachten diese Vorwürfe als rechtlichen Vorwand, um abweichende Stimmen zum Schweigen zu bringen und dem religiösen Establishment seinen Einfluss und seine nationale Rolle zu entziehen.

Dieser nicht erklärte konfessionelle Krieg zeigt sich in der Nutzung administrativer Genehmigungen und bürokratischer Vorwände als institutionelle Werkzeuge zur Einschränkung und zum Verbot religiöser Versammlungen. Dies ist ein klarer Verstoß gegen Artikel 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte und bringt die offiziellen Praktiken in direkten Widerspruch zu internationalen Menschenrechtsberichten von Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch, die fortlaufend strukturelle Diskriminierung dokumentierten.

Mitten in dieser Belagerung treten erschütternde menschliche Geschichten aus den Häusern der Bahrainis zutage. Betende – die aus Angst vor Schikanen anonym bleiben wollten – sprechen davon, dass ihre religiösen Handlungen auf Zeremonien reduziert wurden die im Verborgenen oder innerhalb ihrer Häuser stattfinden nachdem die Türen ihrer Moscheen geschlossen wurden. Gleichzeitig ertragen die Familien der festgenommenen Vorbeter ein doppeltes Leid, eine Mischung aus dem Schmerz des Verlustes und Bitterkeit gezielter sozialer und wirtschaftlicher Härten.

Diese traurige Realität führt letztlich zu einer analytischen Schlussfolgerung, dass die Nichtabhaltung des Freitagsgebets und Verhaftung seiner Vorbeter nichts anderes sind als Strategie mit dem Ziel einen einzigen politischen und ideologischen Ansatz zu sakralisieren und Pluralismus zu beseitigen – ein Weg der zur Schaffung von Sicherheit, wie die Behörden es propagieren nicht beiträgt, sondern vielmehr zivilen Frieden in seinem Kern untergräbt und Religion und Gottesdienst zu Geiseln politischer Rivalitäten und engstirniger Berechnungen macht.

 

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Stichworte: Schiiten ، bahrain ، freitagsgebet
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