IQNA

9:27 - August 23, 2026
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Indonesiens Zusammenarbeit mit der Golfregion zur Entwicklung des Halal-Marktes

IQNA- Die als größte Volkswirtschaft Südostasiens geltende Indonesien beabsichtigt seine Halal-Industrie durch Gewinnung von Investitionen aus den Golfstaaten zu stärken.

IQNA: Das indonesische Handelsministerium erklärte, dass das Land mit den Staaten des Nahen Ostens zusammenarbeiten will, um die globale Halal-Industrie voranzubringen. Es strebt eine Partnerschaft an welche die Produktionskapazitäten des Landes mit dem Markt und dem Investitionspotenzial der Region verbindet. (Quelle: Arab News)

 

Indonesiens Zusammenarbeit mit der Golfregion zur Entwicklung des Halal-Marktes

 

Das als größte Volkswirtschaft Südostasiens geltende Indonesien belegte im Global Islamic Economy Indicator nach Malaysia, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien den vierten Platz.

Indonesien bemüht sich unter Nutzung seines demografischen Vorteils als größtes Land der Welt mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit bis zum Jahr 2029 zu einem globalen Halal-Zentrum zu werden. Das Land verstärkte in den vergangenen Jahren seine Anstrengungen zur Stärkung dieses Sektors, unter anderem durch Förderung eines muslimfreundlichen Tourismus und verbindliche Einführung der Halal-Zertifizierung ab Oktober dieses Jahres.

Die Generaldirektorin für nationale Exportentwicklung in diesem Ministerium Fajarini Puntodewi sagte: Indonesien betrachtet die Halal-Wirtschaft als einen wichtigen Motor für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und internationale Zusammenarbeit. Wir sehen den Nahen Osten nicht nur als wichtigen Markt, sondern auch als strategischen Partner bei der Weiterentwicklung des globalen Halal-Ökosystems. Wir glauben, dass sich durch die Verbindung der indonesischen Produktionskapazitäten mit dem starken Halal-Markt und dem Investitionspotenzial der Region erhebliche Möglichkeiten ergeben stärker zu integrieren und nachhaltigere Halal-Wertschöpfungsketten zu schaffen.

Daten des Handelsministeriums zeigen, dass die indonesischen Exporte in den Nahen Osten in den vergangenen fünf Jahren jährlich um rund 17 Prozent wuchsen und im Jahr 2025 nahezu 9,9 Milliarden US-Dollar erreichten.

Die Handelsbehörden bewarben indonesische Halal-Produkte durch internationale Messen, Wirtschaftsforen und Programme zur Geschäftsanbahnung und förtderten zugleich stärkere Beziehungen zwischen indonesischen Unternehmen und Partnern aus dem Nahen Osten.

Jakarta ist wirtschaftlich durch indonesische Handelsförderzentren und seine Handelsberater in Riad und Kairo sowie durch seine Handelsvertretungen in Dschidda und Dubai vertreten.

Puntodewi sagte: Mit Blick auf die Zukunft glauben wir, dass Indonesien und der Nahe Osten einander ergänzende gemeinsame Stärken und Interessen haben, insbesondere in der Halal-Wirtschaft, Ernährungssicherheit, Produktion und nachhaltigen Industrien. Sie fügte hinzu, dass Lebensmittel und Getränke, Modeprodukte, Kosmetika und Möbel Bereiche sind in denen Indonesien sowohl über starke Kompetenzen als auch über erhebliches Potenzial zur Vertiefung der Handelskooperation verfügt.

Auch indonesische Wirtschaftsvertreter betrachten den Nahen Osten, insbesondere die Golfregion, als einen wichtigen Markt für das Wirtschaftswachstum ihres Landes.

Gründer und Vorsitzender der Private-Equity-Gesellschaft Sriwijaya Capital Arsjad Rasjid sagte: Obwohl der Golf nur das Ziel von etwa 3 Prozent der indonesischen Nichtölexporte ist, besteht ein erhebliches Wachstumspotenzial – nicht nur für den Handel, sondern auch für Investitionen.

Er sagte gegenüber Arab News: Der erste Grund ist die Komplementarität. Der Golf-Kooperationsrat liefert Energie und industrielle Vorprodukte, die Indonesien nicht in ausreichendem Maße produziert, während Indonesien Palmöl, verarbeitete Lebensmittel und Industrieerzeugnisse liefert, die die Golfregion nicht im Inland herstellen kann. Er fügte hinzu, dass die Bemühungen um wirtschaftliche Diversifizierung unter den Staaten des Golf-Kooperationsrats ebenfalls Investitionsmöglichkeiten schaffen.

Rasjid, der auch den regionalen Asien-Pazifik-Zweig von B57+ leitet – einer Initiative des Privatsektors, die im Februar zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Ländern der islamischen Welt gestartet wurde –, hob Indonesiens Fähigkeiten in der Lebensmittelproduktion, Pharmaindustrie und  Kosmetikherstellung sowie die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Gastgewerbe und im Bereich der bedeckenden Herrenmode hervor.

Rasjid sagte: Obwohl das indonesische Halal-Ökosystem in der Praxis noch zersplittert ist gibt es fortlaufende Bemühungen von Unternehmen, der Regierung und anderen Beteiligten es zu koordinieren.

Er sagte: Das Ziel ist klar: Indonesien muss in dieser Halal-Wirtschaft Produzent und nicht nur Konsument sein. Wir können ein globales Zentrum werden.

Er fügte hinzu: Unsere Einladung an die Partner aus dem Golf lautet nicht nur mit Indonesien Handel zu treiben, sondern in Indonesien zu investieren. Wir verfügen in einem Markt über eine Produktionsbasis, einen Zertifizierungsrahmen und 240 Millionen muslimische Verbraucher. Was uns fehlt ist Kapital. Investieren Sie in Indonesien und bauen Sie gemeinsam mit Indonesien auf.

 

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Stichworte: Halal-Industrie ، indonesien
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