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Was sagt der Koran / 13

Wichtigster und tugendhaftester Vers des Korans zur Gotteserkenntnis

12:02 - June 29, 2022
Nachrichten-ID: 3006391
Teheran (IQNA)- Ein Vers aus dem Koran mit dem Namen „Al-Kursi-Vers“ (Thronvers) hat einen besonderen Respekt und eine Tugend und diese Position beruht auf präzises und subtiles Wissen, was in ihm zum Ausdruck kommt.

Der Thronvers ist unter Muslimen sehr beliebt. Vom Gesandten Gottes gibt es eine Überlieferung, die besagt, dass Vers 255 der Sure Al-Baqarah als der wichtigste und tugendhafteste Vers des Korans angesehen wird. Dieser Vers ist seit Beginn des Islam als „Al-Kursi-Vers“ (zu Deutsch «Thronvers») bekannt und der Prophet verwendete denselben Ausdruck. Der besondere Respekt vor diesen Versen rührt von den präzisen und subtilen Lehren her in denen erklärt wird, dass es sich um reinen Monotheismus handelt der durch den Ausdruck „Allah La ilaha illa Hu“ «Es ist Gott! Es gibt keinen anderen Gott außer ihm!» impliziert wird und auf dem alle göttlichen Aussageen bezogen und abhängig sind:

«Es ist Gott! Es gibt keinen Gott außer Ihm! Dem Lebendigen, dem Stehenden. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt! Sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen es sei denn das was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde und es fällt Ihm nicht schwer sie beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene!»

In diesem Vers werden der Name Gottes und seine Eigenschaften sechzehnmal erwähnt. Aus diesem Grund wurde der Thronvers als Slogan und Botschaft des Monotheismus angesehen. „La ilaha illa Allah“ «Kein Gott außer Gott» ist die erste Seite des Personalausweises jedes Muslims, der erste Slogan und die erste Aufforderung des Propheten des Islam und der Glaube daran ist die Quelle der Erlösung und des Heils für die Menschen. Der Monotheismus-Glaube verringert in den Augen der Menschen alle Kräfte und Anziehungskräfte. Ein Beispiel für die erzieherische Wirkung des Monotheismus ist dass Muslime sich nicht vor Königen und Mächtigen niederwarfen.

Die Bedeutung von „Leben“ über das Wesen Gottes bedeutet dass es keinen Ausweg gibt. "Stehender" bedeutet die ewige und allseitige Eigenschaft Gottes. „Kein Schlummer oder Schlaf überkommt ihm“ bedeutet dass seine Aufmerksamkeit nicht mal den kleinsten Augenblick unterbrochen ist und der wahre Besitzer von allem in den Himmeln und auf der Erde in Wirklichkeit Gott ist: „Ihm gehört was in den Himmeln und was auf der Erde ist."

Ohne Gottes Erlaubnis hat niemand die Macht der Fürbitte die die Einheit Gottes in Macht und Willen bekräftigt. Dementsprechend wurde jeder Götze oder jedes Geschöpf, das Gottes Souveränität untergraben könnte, geleugnet. Der Fürbitter ist keine unabhängige Macht über die Macht Gottes sondern ein Strahl von ihm und die Position der Fürbitte ist für diejenigen die er will: „außer mit seiner Erlaubnis“.

Aus dem Ausdruck „Thron“ sollte man keine physikalische Vorstellung davon haben, dass Gott zum Beispiel einen Thron hat auf dem er sitzt sondern laut Allameh Tabatabai ist der Thron eine der Ebenen des Wissens über Gott den Allmächtigen. Der Thron ist eine Wissenschaft, die niemand messen kann. Diese Formulierungen deuten auf allumfassende Reichweite, die Himmel und Erde sowie der materiellen und immateriellen Welt umfasst die von Gott aufrechterhalten und von ihm beherrscht werden.

Wie in dem Satz „Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt!“ wird unendliches Wissen verstanden das mit dem Wort Thron verwandt ist. Dies ist die Position in der die Gegenwart und die Zukunft und alle Dinge die zeitlich und räumlich getrennt sind und dergleichen an einem Ort vereint sind und dies ist das göttliche Wissen das als Thron interpretiert wurde.

 

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